The Witcher 3 – Ein Hexer auf der Suche

Veröffentlicht: 18. Juni 2015 in Allgemein

Viel ist über Witcher 3 schon geschrieben und rezensiert worden. Für viele Gamer und Magazine ist es das beste (Rollen)spiel aller Zeiten. Zeit, dass mal jemand eine Gegenposition bezieht.

Ich habe Witcher 3 endlich durchgespielt. Nach gut 50 Stunden, inklusiver diverser Nebenquests, Hexeraufträge und Schatzsuchen, konnte ich die Geschichte endlich abschließen und ich muss zugeben, The Witcher 3 ist gut. Aber längst nicht so gut, wie alle behaupten.Fangen wir doch bei den Dingen an, die mir gut gefallen haben:

Die Grafik ist wirklich der Hammer, von beeindruckender Landschaft, grandiosen Monster bis hin zu lebensecht wirkenden Charakteren, beim Witcher stimmt grafisch wirklich alles. Zudem gibt es diverse verschiedene Wetterzustände, die meist aber nur die Sicht beschränken.

Die Quests sind wirklich toll gemacht und bieten jedes Mal eine spannende Geschichte zur Quest. Musste man bei Skyrim beispielsweise diverse Gegenstände beschaffen (“bring XY zu XY”) oder Banditen ausrotten, wird beim Witcher jedes mal eine spannende Geschichte erzählt. Die Anzahl der Quests ist allerdings etwas eingeschränkt. Hatte ich bei Skyrim noch das Problem vor lauter Quests kaum in der Hauptstory weiter zu kommen, gibt es beim Witcher neben der Hauptstory pro Stadt gut ein Dutzend Nebenquests und pro Region eine Handvoll Hexeraufträge. Die Pferderennen und Boxkämpfe sind nett, mehr aber auch nicht.

Richtig nervig ist allerdings, dass die Nebenquests gefühlt viel zu wenig Erfahrungspunkte bringen – doch beginnen wir mit allem, was mit genervt hat. Im Gegensatz zu Skyrim leveln die Gegner nicht mit, sondern haben einen fixen Schwierigkeitslevel. Das heißt, falls man in die falsche Region vorstößt oder irgendwo auf Gegner trifft, die ein viel zu hohes Level haben, fällt das unter Pech gehabt. Denn die starken XP-Schübe gibt es leider nur in der Hauptgeschichte. Gegen zu hochstufige Gegner hat man eigentlich auch keine Schnitte, zumal ein hinterhältiger Kampf mit Pfeil und Bogen a la Skyrim nicht möglich ist.

Der Kampf nervt leider auf Dauer. Gerald verfügt über 5 Spezialkräfte, die jedoch dank relativ nutzlosem Skilltree recht nutzlos bleiben. Ja, ein Schild ist nützlich, genau wie ein kleiner Feuerstoß, im Großen und Ganzen muss der Schaden aber durch die Waffen erfolgen, nicht durch Hexerei oder Armbrust.

Der Skilltree ist wie gesagt nett, aber nutzlos. Im Bereich Alchemie habe ich nicht einen Punkt verwendet, die magischen Kräfte werden nur minimal stärker und im Kampfsystem merkt man leider auch nicht so wirklich viel vom Skillen. Hier hätte mir ein Skyrimsystem, bei dem die verschiedenen Spielarten deutlich ausgeprägter sind, besser gefallen, schleiche ich viel, bringt das Skillen dort auch viel, kämpfe ich ein- oder zweihändig oder doch als Sniper? All das spielt mit Gerald keine Rolle – knüppeln, knüppeln, ausweichen, so läuft in der Regel jeder Kampf, egal ob Wolf oder Bossfight.

Die Open World ist zwar open, hat mich aber wenig gereizt, wirklich auf Erkundungstour zu gehen. Hatte ich bei Skyrim oder Fallout wirklich das Bedürfnis jeden noch so kleinen Winkel der Karte abzusuchen, ob es da nicht doch eine coole Quest oder irgendwas gäbe, passiert kartentechnisch beim Witcher nicht viel. Es gibt zwar Schätze, Händler und markante Punkte, die quer über die Karte verteilt sind, der Großteil der Karte ist aber leer – Wege, Hirsche, Bäume und Sträucher. Eine zufällige Quest findet man nur sehr selten und die sporadisch erscheinenden Gegner erzeugen bei mir auch nicht den Wunsch anzuhalten. Außer ein paar alchemischen Sachen oder Waffen haben Gegner einfach nichts spannendes bei sich.

Das führt mich auch zum nächsten Punkt: dem Loot. Ich hatte beim Witcher leider immer das Gefühl, die ganzen Quests nur für Story und XP zu machen, einen coolen Loot gibt es de facto nicht. Klar, man findet hin und wieder ein tolles Schwert oder ein cooles Rüstungsteil aber das wars dann auch. Im Grunde gibt es bei Witcher exakt vier verschiedene Arten von findbarem Kram: Waffen/Rüstungen , Fresskram, Bastelkram (Alchemie & Handwerk) und Runen. Den direkten Verkaufskram kann man fast komplett vergessen, da man außer verticken damit nix machen kann. Somit kommen wir auch eigentlich schon zum nächsten Knackpunkt: es gibt einfach zu viel Kram. Da es nur zwei Waffen gibt (Monster und Mensch) kann man entsprechend Waffen, die einen geringeren Schadenswert haben direkt wegwerfen (oder verkaufen). Die für Alchemie oder Handwerk benötigten Gegenstände bekommt man fast immer direkt beim Händler. Somit schlörrt man Unmengen an Kräutern, Hähnchenbrüsten, Stahlbarren und Büchern mit sich. Entsprechend selten muss man auch Dinge kaufen, was dazu führte, dass ich gegen Ende des Spiels weit über 20.000 Gold parat hatte. Meist hatten die Händler nicht genug Gold, um die tollen, aber nutzlosen weil schwächeren Schwerter, in Zahlung zu nehmen. Ergo schmeißt man irgendwann nur noch weg oder hebt erst gar nicht auf. Das fand ich insgesamt relativ unbefriedigend. Als Beispiel hatte ich das gleiche Problem bei Fallout oder Skyrim. Hier lag es aber eindeutig daran, dass ich einfach zu viele geile Waffen/Rüstungen im Gepäck hatte, von denen ich mich einfach nicht trennen wollte. Bei Witcher kein Problem: Weniger Schaden, weg damit.

Die Bewegung im Spiel ist etwas hakelig. Ja ich kann verstehen, dass Gerald nicht wie ein Karnickel rennen und stoppen kann, aber gerade das reiten mit Pferd ist besonders hakelig, gerade auch weil man wirklich an jedem verschissen Baum hängen bleibt. Und Bitte – warum heißt das blöde Pferd Plötze und kann nicht sterben? Und wieso sterbe ich, wenn ich einen zu steilen Berg runtergehe, was glaube ich meine häufigste Todesursache ist, zusammen mit Höttehü ist das aber kein Problem?

Versteht mich nicht falsch – The Witcher 3 ist ein gutes Spiel. Es macht Spaß, hat eine packende Story, sehr interessante (und großbrüstige) Charaktere, aber insgesamt fehlt mir nach Ende 80% aller Quests und dem Ende der Hauptstory noch die Motivation, ALLES zu entdecken. Das hatte ich bei Fallout oder Skyrim in der Form nicht, ja dort waren die Hauptstories, zumindest bei Skyrim, kurz und anspruchslos, aber der Rest der Welt war einfach deutlich spannender. The Witcher 3 ist ein tolles Spiel ohne Frage. Auf die DLCs freue ich mich auch sehr (zumal sie kostenlos sein werden), so richtige dolle Vorfreude empfinde ich aber aktuell für Fallout 4.

The Avengers are back! Nach ziemlich genau drei Jahren der partiellen Leinwandabstinenz sind die Avengers wieder am Start. Avengers 2 – Age of Ultron ist zwar die Fortsetzung des ersten Avengers-Film, setzt aber handlungstechnisch an sämtliche Marvel Filme an. Wer den letzten Captain America Film nicht gesehen hat, wird erstmal ganz schön ratlos dastehen, was aus Fury und S.H.I.E.L.D. geworden ist. Ebenso sollte man sich Agents of S.H.I.E.L.D. angesehen haben, um wirklich zu verstehen, wo da aktuelle Problem liegt, denn die Avengers allein sind zwar mächtig, mit der Auflösung von S.H.I.E.L.D. stehen sie aber bei Bedrohungen alleine da. Daher hat Tony Stark nicht vollkommen zu Unrecht die Idee (wobei Ultron eigentlich von Hank Pym konzipiert wurde) eine Super-Androiden hat, der die Erde beschützen kann. Zusammen mit dem Infinity Stein aus Lokis Zepter entsteht jedoch eine Künstliche Intelligenz, die den einzig logischen geht: Um die Menschheit zu retten, muss sie vernichtet werden. So viel zur eigentlichen Story des Films.
Age of Ultron ist 2,5 Stunde pure Unterhaltung. Es gibt coole Sprüche, markige Actionszenen, nachdenkliche Superhelden und sogar eine Lovestory! Zusätzlich werden neue Superhelden eingeführt: Scarlett Witch und Quicksilver, die beide als Experiment von Hydra vorgestellt werden. Die Darsteller liefern wie gewohnt eine sehr gute Leistung ab. Sowohl Iron Man, als auch Captain America, Hulk, Thor, Hawkeye und Black Widow hadern mit ihrer Vergangenheit und ihrer Zukunft. Nichts desto trotz wird Age of Ultron nicht zum Drama – die Actionszenen sind zu prominent, um wirklich Platz für allzu Tiefgang lassen. Das ist aber keineswegs schlecht – zu viel Spaß machen die Kämpfe zwischendurch, die immer wieder gepickt sind mit lustigen Sprüchen. Zudem haben die Kampfszenen eine gewisse Ruhe – ja es geht hektisch zu, aber durch eine recht ruhige Kamera behält man in der Regel gut den Überblick.
Insofern ist Age of Ultron ein sehr guter Unterhaltungsfilm, der sich perfekt in die Marvel Storyline einfügt. Die Infinity-Steine werden uns auch in zukünftigen Marvel-Filmen eine Menge Spaß und Spannung bereiten.

Fazit: 9/10 Mjölnirs

Filmrezension: Herz aus Stahl

Veröffentlicht: 29. Januar 2015 in Freizeit

Herz aus Stahl, oder Fury im Original, erzählt die Geschichte einer amerikanischen Sherman Panzerbesatzung in den Endtagen des Zweiten Weltkriegs (bzw. der Eroberung Westdeutschlands).
Zu der sehr erfahrenen und verrohten Mannschaft stößt ein Neuling, der eigentlich Schreiber werden sollte, künftig aber als Bugschütze des Panzers fungieren soll. Den Kommandanten mimt Brad Pitt, der mit seiner Darstellung aber immer zwischen Sympathie und Antipathie rangiert.

Genauso macht es auch der Film, mal fungiert er als Antikriegsfilm und zeigt wie unmoralisch und kaltblütig das Gemetzel auf beiden Seiten war, mal versucht er sich aber auch als Hurra Amerika Film, wenn wie immer üblich, eine Handvoll amerikanischer Helden mit ihrem defekten Tank ein ganzes Battalion (300 Mann!) kampferprobter SS-Soldaten zerlegt. Und genau dieser Spagat will nicht so recht gelingen, denn die Crew einerseits absolut zu entmenschlichen (z.B. die Erschießung eines ums Leben bettelnden Kriegsgefangenen), andererseits aber auch wieder so zu heroisieren, dass man denkt, Uncle Sam persönlich müsste diese Straßenkreuzung halten. Irgendwie schwankt man bei einem Großteil der Besatzung immer zwischen Bewunderung, Verachtung und Mitleid. Das Ganze lässt im Film gemischte Gefühle aufkommen – war Fury jetzt ein Antikriegsfilm? Ein Kriegsfilm? Oder irgendwas dazwischen?

Als Deutscher ist man ja (zurecht!) daran gewöhnt, in Kriegsfilmen zu verlieren. Man kann dies allerdings auf charmante Art und Weise machen (so z.B. sehr toll in Band of Brothers gesehen) oder man lässt zuhauf deutsche Soldaten rund um einen komplett unbeweglichen Panzer sterben. Versteht mich nicht falsch, ich möchte gar nicht, dass deutsche Soldaten Kriegsfilme gewinnen! Ich würde mir nur wünschen, dass bei einem Film, der sehr viel Wert aus Realismus legt, diese typische schwarz-weiß Malerei zugunsten einer etwas realistischeren Darstellung aufgegeben wird. Mit diesen Film-Stereotypen werden wir wohl bis zum Sankt-Nimmerleinstag leben müssen: hinterhältige Chinesen, fiese Russen, Drogen vertickende Südamerikaner, dicke faule lustige Mexikaner und eben Stormtrooper-Nazis.

Im Endeffekt hätte man sich im Vorfeld mehr Gedanken machen müssen, ob Fury ein Actionfilm werden soll, denn dann hätte man sich die ganze “Liebesgeschichte” sparen können oder ob Fury ein Antikriegsfilm werden soll, dann hätte man das Kaninchen-Schießen Finale auf der Kreuzung anders gestalten müssen. So bleibt Fury ein Zwischending zwischen o.g. Richtungen und unterhält zwar, begeistert aber nicht so richtig dolle.

Fazit: 6/10

Doctor Who Staffel 8 – ein Fazit

Veröffentlicht: 2. Dezember 2014 in Allgemein
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Doctor Who Staffel 8

Zwar ist das Weihnachtshighlight der diesjährigen achten Doctor Who Staffel noch nicht gelaufen, nach 12 Folgen maße ich mir dennoch an, ein Urteil über den neuen Doctor machen zu können.

Vorweg: Capaldi wird nicht mein Lieblingsdoctor und die achte Staffel überzeugt mich auch nicht wirklich. Das hat mehrere Gründe:

  1. konnten die vorherigen Doktoren noch einen gewissen Charme, Witz oder Eigendynamik aufweisen, habe ich beim 12. Doctor immer das Gefühl, dass ihn das alles nicht so recht interessiert.
  2. Capaldi zwar zwar älter, was ich durchaus gut und richtig finde, er kann mich aber irgendwie nicht mitreißen. Hatte David Tennant noch eine hohe emotionale Tiefe, Matt Smith einen Witz und einen Schwung, hat Capaldi irgendwie gar nichts. Also er ist nicht schlecht, er wirkt nur einfach fürchterlich gelangweilt und desinteressiert, das mag aber auch am Plott, dem nächsten Punkt liegen
  3. Ich weiß nicht, ob die Storyschreiber keine Ideen mehr haben, oder ob die achte Staffel generell einfach langweiliger gestaltet sein soll. Mir fehlen in der achten Staffel wirklich tolle Geschichten – die meiste Zeit plätschert der große Staffelplot vor sich hin und bietet kaum wirklich spannende Folge.
  4. Bitte, bitte, bitte entfernt Clara! Jede Companion hatte irgendwie etwas besondere, aber der inhaltliche Hype, der um Clara gemacht wird ist übertrieben. War die letzte Geschichte um Amy Pond am Ende schlüssig, ergibt Clara bis heute keinen echten Sinn. Wer oder was sie ist weiß niemand genau, nicht einmal sie selbst. Und genau dieses “Clara ist speziell – da kommt noch was tolles” nervt irgendwie auf Dauer, da Claras Charakter auch eher wechselhaft ist und sich daher auch gut an den etwas wechselhaften Doctor anpasst. Eine neue Companion würde dem Doktor trotzdem gut tun.
  5. Das Finale! Ich glaube in keiner der bisherigen Staffelfinale, war das Ende derart unbefriedigend und unmotiviert. Ok, diese ganze “The Master returns” Geschichte mit völlig harmlosen Cybermen, war schon ansich etwas enttäuschend, die Nicht-Liebesgeschichte mit Clara und Mr. Pink hat auch nicht so recht gezogen, aber dass beide, sowohl der Doctor, als auch Clara, sich gegenseitig anlügen und anschließend getrennte Wege gehen, hat einfach ein Gefühl von “Wie und das war’s jetzt? Ok” hinterlassen.

Versteht mich nicht falsch, die achte Staffel Doctor Who ist nicht schlecht. Sie ist nur längst nicht so gut, wie die vorherigen, sowohl auf Grundlage der Doktoren, der Plots und der Companions. Ich bin einfach insgesamt nicht so richtig begeistert, wie ich es nach den Staffeln zuvor war. Vielleicht werde ich ja noch warm mit Capaldi, aber die Messlatte für das, was man von einem Doctor Who erwartet ist seit den letzten Staffeln relativ hoch. Und die Latte hat Capaldi mit der achten Staffel gerissen.

 

Wir treffen uns am Glühweinstand…

Veröffentlicht: 21. November 2014 in Allgemein

Und wieder mal haben wir Deutschen bewiesen: Wir können’s einfach nicht.

Die Rede ist von der deutschen Version des Band Aid Songs Do they know it’s Christmas Time. Mal ganz abgesehen davon, dass ich Hilfsprojekte oder Spendenaufrufe, wie aktuell den Spendenmarathon bei RTL, wirklich gut und unterstützenswert finde, ist der Song, den Campino u.v.m. da zusammengebrezelt haben wirklich ebolös äh desaströs. Von der Weihnachtlichkeit des Ursprungsliedes ist nichts geblieben, außer dem Titel “Irgendwas mit Weihnachten”. Das Video startet direkt mit toten, verseuchten, halb verwesten Afrikanern, was mich persönlich nicht gerade aktiviert, sondern eher abschreckt und betroffen machen möchte. Warum man aus der weihnachtlichen Musik einen Pop-Song gemacht hat, weiß nur Campino allein, noch schlimmer ist allerdings der Text des Liedes. Auch hier herrscht wieder Betroffenheit: “Während wir uns die Hucke am Glühweinstand zusaufen, sterben in Afrika die Menschen alleine. Uns geht’s gut, denen nicht.” Korrekt, aber für ein Weihnachtslied durchaus etwas stilvoller und feierlicher erzählbar.

Versteht mich nicht falsch, ich finde die Aktion gut, aber das Produkt, was dabei rausgekommen ist, ist einfach nicht gut. Selbst das englische original Remake ist besser, wenn auch nicht allzu viel. Schade.

In den vergangenen vier Wochen waren meine Frau und ich gleich zweimal zum Schnuppertauchen im Monte Mare Rheinbach. Da ich persönlich vor gut 15 Jahren meinen Tauchschein gemacht habe und etwas Auffrischung bedurfte, meine Frau aber gänzlich unbeleckt (und unsicher) was das Tauchen betraf war, hatten wir uns für ein Schnuppertauchen entschieden. In Köln und Umgebung gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, ein Schnuppertauchen zu vereinbaren. Wir haben uns schlußendlich für das Monte Mare entschieden, da wir hier etwas mehr Privatsphäre haben, als beispielsweise bei Globetrotter in der Kölner Innenstadt. Hier befindet sich das Becken in der Mitte des Einkaufshauses, was natürlich zu sehr vielen “Schaulustigen” führt, die da sonst einkaufen. Aber zurück zum Monte Mare – wie läuft ein Schnuppertauchen hier ab?

  1. Muss ein Wisch ausgefüllt werden mit Name, Anschrift und gesundheitlichen Einschränkungen. Falls es welche geben sollte, würde ich unbedingt empfehlen, sich vorher schlau zu machen – bei echten Bedenken unbedingt zum Arzt gehen
  2. erfolgt die Ausgabe der Leihausrüstung. Außer Badesachen bekommt ihr alles gestellt: Maske, Flossen, Anzug, Weste, Atemregler und Pressluftflasche (bitte bitte bitte sagt niemals Sauerstoffflasche, die gibt es nur im medizinischen Bereich)
  3. je nach Tauchlehrer erhaltet ihr nun eine theoretische Einweisung, was den ein oder anderen durchaus erstmal überfordert. Ohne Theorie geht’s allerdings nicht ;-)
  4. es folgt der Zusammenbau der Tauchausrüstung, inklusive der Erklärung der Ausrüstung – wie funktioniert die Weste (Luft rein, Luft raus), worauf sollte man achten
  5. schon geht es ins Wasser! Mit kompletter Ausrüstung bewaffnet werden im Flachwasserbereich zunächst wichtige Übungen abgehalten: Atemregler aus dem Mund, Atemregler wiederfinden, Tauchmaske ausblasen, also Wasser da heraus bekommen
  6. jetzt geht es am Seil herab bis zur Mitte/nach ganz unten. Das monte mare ist 10m tief, was einen mehrfachen Druckausgleich erfordert. Was und wie ihr da unten macht hängt ganz vom Tauchlehrer ab, wichtig ist, dass ihr euch dabei sicher fühlt und anfangt das Thema Tarierung zu üben. Tarierung heißt passiv durchs Wasser schweben statt ständig rauf und runter korrigieren zu müssen.
  7. nach etwa einer Stunde, bzw. je nachdem wie lange die Einweisung und Übungen dauern, geht es zurück an die Oberfläche und raus aus dem Wasser
  8. nun folgt das Aufräumen: alles was ihr vorher zusammengebaut habt, muss nun wieder auseinandergebaut werden. Zum Schluss wird die Ausrüstung nochmal abgeduscht und ihr seid fertig.

Insgesamt kann ich das Schnuppertauchen im Monte Mare Rheinbach wirklich nur empfehlen. Das Personal ist super nett, die Ausrüstung hochwertig, das Wasser angenehm warm. Zugegeben, nach einer dreiviertel Stunde im Wasser fängt man dank des Shortys ein wenig an zu frieren, das hängt aber sicherlich auch am persönlich Kälteempfinden und der Bewegung, die man macht. Unter der Woche kostet das Schnuppertauchen 49€, am Wochenende 59€. Für den doppelten Preis bekommt man auch ein Einzeltraining, was aber bei maximal vier Teilnehmern überflüssig ist. Hinzu kommt noch der Eintritt ins monte mare, da ihr theoretisch auch das Schwimmbad und die Sauna mitbenutzen könntet. Falls ihr danach einen Tauchschein machen möchtet erhaltet ihr übrigens 39€ Rabatt, allerdings schlägt der Tauchschein dann mit 310€ immer noch mächtig ins Portemonnaie – dafür der Schein dann auch lebenslang.

Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen das Schnuppertauchen (generell) mal ausprobiert zu haben. Was sicherlich erst mal einiges an Überwindung kostet, ermöglicht euch einen Einblick in eine völlig neue Welt der Schwerelosigkeit.

Mein letzter Post ist schon einige Zeit her. So lange, dass ich selbst schon fast dachte, hier alles hin zu schmeißen. Hintergrund ist, dass mein Webspace mehrfach gehackt wurde und mit Malware infiziert wurde. Auch eine gründliche Bereinigung hat meinen Hoster nicht davon abgehalten, mir das komplett webspace zu sperren – bereits zum zweiten Mal.

Daher habe ich lange darüber nachgedacht, ob ich weiter machen soll oder nicht. Da mir aber in letzter Zeit immer öfter Dinge auffallen, die ich gerne verbloggen würde, dachte ich mir ich mache einen Neustart.Hoffentlich auch etwas persönlicher und komplett unter dem Dach von wordpress.com
Moment?! Was?! Ja! Statt das x-te WordPress zu installieren und an den Datenbanken rumzupfuschen habe ich mir überlegt, es hier komplett in WordPress Hand zu legen. Weniger Arbeit, weniger Möglichkeiten. Dafür aber auch weniger Möglichkeiten, meinen Code zu injecten und Schadcode hier reinzuballern. Auch wenn es mich irgendwie tierisch nervt, manuell keine Plugins installieren zu können, bin ich das rumgehacke und den Streit mit meinem Hoster zu sehr leid, um das Ganze so weiter zu machen.

Also auf zu neuen Ufern. Quasi.

Status  —  Veröffentlicht: 19. November 2014 in in eigener Sache