Drakensang Test

Veröffentlicht: 14. Juni 2009 in Allgemein

Um Langeweile entgegenzuwirken habe ich mir jüngst die Gold-Edition von drakensangDrakensang zugelegt.

Drakensang basiert auf dem Pen&Paper Rollenspiel „Das schwarze Auge“ (DSA). Kenner des Rollenspielsystem werden dies auch direkt bemerken. Wer noch nie DSA gespielt hat wird eventuell Verständnisschwierigkeiten haben, doch zunächst zur Story.

Die Story ist relativ simpel: Ein Freund aus Ferdok schickt euch einen Brief und bittet euch um Hilfe. Nach einigem Rumgequeste müsst ihr in der Stadt feststellen, dass er ermordet wurde. Aber er ist nicht der einzige…

Im Prinzip ist Drakensang mehr oder weniger ein Fantasykrimi und genau das hat mir auch nicht so gut gefallen. Die Story bleibt etwas flach und kommt längst nicht an die anderen Teile der Nordlandtrilogie heran.
Allerdings war auch bei Fallout 3 die Story mehr schlecht als recht und das Spiel war trotzdem ein absoluter Kracher.

Das Spielpinzip ist wie gesagt an DSA angelehnt – wer noch nie DSA oder Pen&Paper gespielt hat wird zu Beginn sicherlich verwirrt mit all den Zahlenwerten sein. DIe Talente sind allerdings auf ein Minimum reduziert und in den meisten Fällen istauch ohne Beschreibung klar, worum es geht.

Das Kampfsystem ist, obwohl in Echtzeit, eigentlich rundenbasiert. Die Runde besteht aus Attacke und eventuell Parade. Über dieses Kampfsystem kann man sich allerdings streiten. Ich hatte auch schon Kämpfe, in denen minutenlang weder Schaden ausgeteilt, noch eingesteckt wurde. Nichts desto trotz kann der Kampf jederzeit mit der Leertaste pausiert und neu geplant werden.

Das Spielen selber macht sehr viel Spaß, auch wenn es einige Dinge gibt, die mich irgendwie stören. So ist die Kameraführung ein wenig gewöhnungsbedürftig und macht es vor allem in engeren Räumen manchmal schwierig zu navigieren. Störend ist zudem, dass es überall von Fässern wimmelt, in denen Kleinigkeiten versteckt sind. Zerstört man wirklich Fass und jede Kiste ist man bald gemachter Mann mit Dutzenden Dukaten. Gerade später nervt die „Fässerei“, aber man will ja trotzdem nichts verpasst.

Nichts desto trotz ist Drakensang ein sehr gelungenes Spiel mit dichter Spielatmosphäre. Die Questdichte ist hoch genug, um nie Langeweile zu haben. Das Spiel bietet genug Möglichkeiten, sich auszutoben – die Story ist trotzdem linear. Das muss allerdings kein Nachteil sein, da damals bei Baldurs Gate sehr schnell ein hoher Frustfaktor durch die Erkundung von falschen Gegenden aufkam. Natürlich kann auch bei Drakensang gestorben werden, aber Boron hat es bei Drakensang wirklich schwer. Erst einmal ist mir meine komplette Gruppe abgenippelt und das gegen rattische Übermacht in den Gewölben unter der Brauerei in Ferdok.

Die Gold-Edition bietet übrigens noch viele Gimmicks. Neben einem nettem Poster ist auf der DVD noch jede Menge Zusatzmaterial. Der beigefügte Soundtrack ist zwar gut, kommt aber nicht an den Soundtrack von Schatten über Riva an. Zusätzlich ist auch der DVD ein extra erstelltes DSA-Basisbuch. Wer also auch DSA mal weit ab vom PC ausprobieren will hat hiermit den optimalen Einstieg.

Insgesamt ist Drakensang ein sehr gutes klassisches RPG, das DSA-Spieler mit Sicherheit begeistern wird aber auch für Nicht-DSAler auf jeden Fall einen Blick lohnt.

Grafik: 9/10 Punkten
Sound: 7/10 Punkten
Spielspaß: 8/10 Punkten

Insgesamt: 8/10

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Kommentare
  1. […] Drakensang Review ist schon recht lange her, aber als alter Nordlang-Trilogie war der Kauf von Drakensang 2 […]

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