Zur Diskussion um Google Analytics

Veröffentlicht: 27. November 2009 in Allgemein

Zugegeben, ich bin in den rechtlichen Dingen nicht sonderlich firm. Ob Google Analytics gegen irgendwelche Datenschutzgesetze verstößt vermag ich nicht zu sagen. Ich nutze es aber trotzdem. Nicht, weil ich meine Besucher ausspionieren möchte, sondern weil Google Analytics ziemlich genau anzeigt, wie viele Beuscher wie viele Seiten besucht haben. Entsprechend sehe ich einfach direkt, welche Artikel gut ankommen und welche überhaupt nicht.
So ganz verstehe ich die Diskussion um Google Analytics nicht, wenn google ist nicht die einzige Datenkrake im Netz. Habt ihr beispielsweise schon mal was bei Amazon gekauft? Amazon merkt sich genau, was ihr bestellt und liefert euch genau das, was euch interessieren könnte. Ähnlich ist es auch mit anderen cookies. Man schaut sich in einem shop etwas an, surft drei Seiten weiter und bekommt dann in einer Werbeanzeige genau das angezeigt, was man sich zuvor angesehen hat. Insofern sollte jedem klar sein, dass man ohne große Tricks und Kniffe nicht anonym im Netz surfen kann. Oder hattet ihr schonmal Flirtanzeigen, die zufällig genau aus eurer Stadt waren? Das Netz ist transparent. Ich für meinen Teil meine allerdings, dass es mir recht ist, solange nicht mein Name und meine Adresse getrackt wird. Ich kann bei Google Analytics auch nciht sehen, wer auf welcher Seite war und ganz ehrlich: Es interessiert mich auch nicht. Klar sammelt google Daten. Das machen Sie schon seit Anbeginn der Suchmaschine.
Mir persönlich ist es lieber, dass google meine Daten kennt, als irgendein unseriöses Unternehmen, welches einen Tracker bereitstellt, und die Daten anschließend meistbietend verkauft.
Und mal ganz im Ernst, nirgends auf der Welt wird großartig über google analytics diskutiert, nur hier brechen plötzlich Dämme und es wird wieder heißer gekocht, als gegessen. Wie so oft bei medienwirksamen Themen, wie Killerspielen, Schweinegrippe oder dem Tod eines Torwarts.

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Kommentare
  1. MC Winkel sagt:

    Finde Analytics auch gut. Was allerdings fehlt, ist eine Art „Life-Referrer-Übersicht“, also woher kamen die letzten Besucher. Das hatte der Blogcounter, aber der suckt ja leider inzwischen big time.

    Zur Diskussion Google/Datenschutz & Co: Google weiß jetzt schon mehr über mich als meine Eltern. Meine eigene Schuld.

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  2. Thorsten sagt:

    Danke für diesen Artikel! Genau so sehe ich das auch *unterschreib*
    Natürlich muss man zugeben, dass Google im Gegensatz zu z.B. Amazon wesentlich mehr Möglichkeiten hat, Daten zu verknüpfen und ihre Schlüsse daraus zu ziehen. Nicht umsonst gibt es viel Tools bei Google für lau.
    Ich mach mir da auch keinen Kopf!

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  3. Patrick sagt:

    Genau das Thema mit „Datenkranke Google“ und den Amazon-Newslettern hatten wir heute in der Pause auch.
    Irgendwie finde ich auch die Diskussion um den Google Chrome total blöde.
    „Der hat ja eine ID, mit der man alles nachvollziehen kann“.
    Trotzdem ist Analytics das, meiner Meinung nach, verbreitetste Analyse-Tool. Schwupps – so kann Google sicherlich auch nachvollziehen wer wann wo was gemacht hat.
    Durch Googles „Datensammelwut“ können sie doch sogar eine Grippewelle vorhersagen.
    Also – ist doch mal garnicht soooo böse.

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