Archiv für November, 2014

Wir treffen uns am Glühweinstand…

Veröffentlicht: 21. November 2014 in Allgemein

Und wieder mal haben wir Deutschen bewiesen: Wir können’s einfach nicht.

Die Rede ist von der deutschen Version des Band Aid Songs Do they know it’s Christmas Time. Mal ganz abgesehen davon, dass ich Hilfsprojekte oder Spendenaufrufe, wie aktuell den Spendenmarathon bei RTL, wirklich gut und unterstützenswert finde, ist der Song, den Campino u.v.m. da zusammengebrezelt haben wirklich ebolös äh desaströs. Von der Weihnachtlichkeit des Ursprungsliedes ist nichts geblieben, außer dem Titel „Irgendwas mit Weihnachten“. Das Video startet direkt mit toten, verseuchten, halb verwesten Afrikanern, was mich persönlich nicht gerade aktiviert, sondern eher abschreckt und betroffen machen möchte. Warum man aus der weihnachtlichen Musik einen Pop-Song gemacht hat, weiß nur Campino allein, noch schlimmer ist allerdings der Text des Liedes. Auch hier herrscht wieder Betroffenheit: „Während wir uns die Hucke am Glühweinstand zusaufen, sterben in Afrika die Menschen alleine. Uns geht’s gut, denen nicht.“ Korrekt, aber für ein Weihnachtslied durchaus etwas stilvoller und feierlicher erzählbar.

Versteht mich nicht falsch, ich finde die Aktion gut, aber das Produkt, was dabei rausgekommen ist, ist einfach nicht gut. Selbst das englische original Remake ist besser, wenn auch nicht allzu viel. Schade.

In den vergangenen vier Wochen waren meine Frau und ich gleich zweimal zum Schnuppertauchen im Monte Mare Rheinbach. Da ich persönlich vor gut 15 Jahren meinen Tauchschein gemacht habe und etwas Auffrischung bedurfte, meine Frau aber gänzlich unbeleckt (und unsicher) was das Tauchen betraf war, hatten wir uns für ein Schnuppertauchen entschieden. In Köln und Umgebung gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, ein Schnuppertauchen zu vereinbaren. Wir haben uns schlußendlich für das Monte Mare entschieden, da wir hier etwas mehr Privatsphäre haben, als beispielsweise bei Globetrotter in der Kölner Innenstadt. Hier befindet sich das Becken in der Mitte des Einkaufshauses, was natürlich zu sehr vielen „Schaulustigen“ führt, die da sonst einkaufen. Aber zurück zum Monte Mare – wie läuft ein Schnuppertauchen hier ab?

  1. Muss ein Wisch ausgefüllt werden mit Name, Anschrift und gesundheitlichen Einschränkungen. Falls es welche geben sollte, würde ich unbedingt empfehlen, sich vorher schlau zu machen – bei echten Bedenken unbedingt zum Arzt gehen
  2. erfolgt die Ausgabe der Leihausrüstung. Außer Badesachen bekommt ihr alles gestellt: Maske, Flossen, Anzug, Weste, Atemregler und Pressluftflasche (bitte bitte bitte sagt niemals Sauerstoffflasche, die gibt es nur im medizinischen Bereich)
  3. je nach Tauchlehrer erhaltet ihr nun eine theoretische Einweisung, was den ein oder anderen durchaus erstmal überfordert. Ohne Theorie geht’s allerdings nicht 😉
  4. es folgt der Zusammenbau der Tauchausrüstung, inklusive der Erklärung der Ausrüstung – wie funktioniert die Weste (Luft rein, Luft raus), worauf sollte man achten
  5. schon geht es ins Wasser! Mit kompletter Ausrüstung bewaffnet werden im Flachwasserbereich zunächst wichtige Übungen abgehalten: Atemregler aus dem Mund, Atemregler wiederfinden, Tauchmaske ausblasen, also Wasser da heraus bekommen
  6. jetzt geht es am Seil herab bis zur Mitte/nach ganz unten. Das monte mare ist 10m tief, was einen mehrfachen Druckausgleich erfordert. Was und wie ihr da unten macht hängt ganz vom Tauchlehrer ab, wichtig ist, dass ihr euch dabei sicher fühlt und anfangt das Thema Tarierung zu üben. Tarierung heißt passiv durchs Wasser schweben statt ständig rauf und runter korrigieren zu müssen.
  7. nach etwa einer Stunde, bzw. je nachdem wie lange die Einweisung und Übungen dauern, geht es zurück an die Oberfläche und raus aus dem Wasser
  8. nun folgt das Aufräumen: alles was ihr vorher zusammengebaut habt, muss nun wieder auseinandergebaut werden. Zum Schluss wird die Ausrüstung nochmal abgeduscht und ihr seid fertig.

Insgesamt kann ich das Schnuppertauchen im Monte Mare Rheinbach wirklich nur empfehlen. Das Personal ist super nett, die Ausrüstung hochwertig, das Wasser angenehm warm. Zugegeben, nach einer dreiviertel Stunde im Wasser fängt man dank des Shortys ein wenig an zu frieren, das hängt aber sicherlich auch am persönlich Kälteempfinden und der Bewegung, die man macht. Unter der Woche kostet das Schnuppertauchen 49€, am Wochenende 59€. Für den doppelten Preis bekommt man auch ein Einzeltraining, was aber bei maximal vier Teilnehmern überflüssig ist. Hinzu kommt noch der Eintritt ins monte mare, da ihr theoretisch auch das Schwimmbad und die Sauna mitbenutzen könntet. Falls ihr danach einen Tauchschein machen möchtet erhaltet ihr übrigens 39€ Rabatt, allerdings schlägt der Tauchschein dann mit 310€ immer noch mächtig ins Portemonnaie – dafür der Schein dann auch lebenslang.

Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen das Schnuppertauchen (generell) mal ausprobiert zu haben. Was sicherlich erst mal einiges an Überwindung kostet, ermöglicht euch einen Einblick in eine völlig neue Welt der Schwerelosigkeit.

Nur du und ich und alles auf Anfang

Veröffentlicht: 19. November 2014 in in eigener Sache

Mein letzter Post ist schon einige Zeit her. So lange, dass ich selbst schon fast dachte, hier alles hin zu schmeißen. Hintergrund ist, dass mein Webspace mehrfach gehackt wurde und mit Malware infiziert wurde. Auch eine gründliche Bereinigung hat meinen Hoster nicht davon abgehalten, mir das komplett webspace zu sperren – bereits zum zweiten Mal.

Daher habe ich lange darüber nachgedacht, ob ich weiter machen soll oder nicht. Da mir aber in letzter Zeit immer öfter Dinge auffallen, die ich gerne verbloggen würde, dachte ich mir ich mache einen Neustart.Hoffentlich auch etwas persönlicher und komplett unter dem Dach von wordpress.com
Moment?! Was?! Ja! Statt das x-te WordPress zu installieren und an den Datenbanken rumzupfuschen habe ich mir überlegt, es hier komplett in WordPress Hand zu legen. Weniger Arbeit, weniger Möglichkeiten. Dafür aber auch weniger Möglichkeiten, meinen Code zu injecten und Schadcode hier reinzuballern. Auch wenn es mich irgendwie tierisch nervt, manuell keine Plugins installieren zu können, bin ich das rumgehacke und den Streit mit meinem Hoster zu sehr leid, um das Ganze so weiter zu machen.

Also auf zu neuen Ufern. Quasi.