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Doctor Who Staffel 8 – ein Fazit

Veröffentlicht: 2. Dezember 2014 in Allgemein
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Doctor Who Staffel 8

Zwar ist das Weihnachtshighlight der diesjährigen achten Doctor Who Staffel noch nicht gelaufen, nach 12 Folgen maße ich mir dennoch an, ein Urteil über den neuen Doctor machen zu können.

Vorweg: Capaldi wird nicht mein Lieblingsdoctor und die achte Staffel überzeugt mich auch nicht wirklich. Das hat mehrere Gründe:

  1. konnten die vorherigen Doktoren noch einen gewissen Charme, Witz oder Eigendynamik aufweisen, habe ich beim 12. Doctor immer das Gefühl, dass ihn das alles nicht so recht interessiert.
  2. Capaldi zwar zwar älter, was ich durchaus gut und richtig finde, er kann mich aber irgendwie nicht mitreißen. Hatte David Tennant noch eine hohe emotionale Tiefe, Matt Smith einen Witz und einen Schwung, hat Capaldi irgendwie gar nichts. Also er ist nicht schlecht, er wirkt nur einfach fürchterlich gelangweilt und desinteressiert, das mag aber auch am Plott, dem nächsten Punkt liegen
  3. Ich weiß nicht, ob die Storyschreiber keine Ideen mehr haben, oder ob die achte Staffel generell einfach langweiliger gestaltet sein soll. Mir fehlen in der achten Staffel wirklich tolle Geschichten – die meiste Zeit plätschert der große Staffelplot vor sich hin und bietet kaum wirklich spannende Folge.
  4. Bitte, bitte, bitte entfernt Clara! Jede Companion hatte irgendwie etwas besondere, aber der inhaltliche Hype, der um Clara gemacht wird ist übertrieben. War die letzte Geschichte um Amy Pond am Ende schlüssig, ergibt Clara bis heute keinen echten Sinn. Wer oder was sie ist weiß niemand genau, nicht einmal sie selbst. Und genau dieses „Clara ist speziell – da kommt noch was tolles“ nervt irgendwie auf Dauer, da Claras Charakter auch eher wechselhaft ist und sich daher auch gut an den etwas wechselhaften Doctor anpasst. Eine neue Companion würde dem Doktor trotzdem gut tun.
  5. Das Finale! Ich glaube in keiner der bisherigen Staffelfinale, war das Ende derart unbefriedigend und unmotiviert. Ok, diese ganze „The Master returns“ Geschichte mit völlig harmlosen Cybermen, war schon ansich etwas enttäuschend, die Nicht-Liebesgeschichte mit Clara und Mr. Pink hat auch nicht so recht gezogen, aber dass beide, sowohl der Doctor, als auch Clara, sich gegenseitig anlügen und anschließend getrennte Wege gehen, hat einfach ein Gefühl von „Wie und das war’s jetzt? Ok“ hinterlassen.

Versteht mich nicht falsch, die achte Staffel Doctor Who ist nicht schlecht. Sie ist nur längst nicht so gut, wie die vorherigen, sowohl auf Grundlage der Doktoren, der Plots und der Companions. Ich bin einfach insgesamt nicht so richtig begeistert, wie ich es nach den Staffeln zuvor war. Vielleicht werde ich ja noch warm mit Capaldi, aber die Messlatte für das, was man von einem Doctor Who erwartet ist seit den letzten Staffeln relativ hoch. Und die Latte hat Capaldi mit der achten Staffel gerissen.

 

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