Das Nerdstöckchen Pt 2

Veröffentlicht: 1. August 2014 in Allgemein

Schon vor gut zwei Wochen bewarf mich der liebe Fabian mit einem mittelschweren Blogstöckchen. Glücklicherweise konnte ich ausweichen und finde nun endlich Zeit dazu, dieses zu beantworten.

1. Sollte das Leben einen Sinn haben?
Nein, sonst gäbe die Antwort 42 keinen Sinn. Ansonsten glaube ich auch eher an den biologischen Unfall der Evolution als an den großen Plan, der dahinter stecken könnte.

2. Kann ein grottenschlechtes Ende einen brillianten Film total versauen? Oder wird dadurch nur ein mittelmäßiger Film daraus?
Definitiv ja! Bei Filmen ist es wie bei Büchern: Ist das Ende kacke, ist alles kacke. Umgekehrt könnte aber tatsächlich Mittelmäßigkeit daraus entstehen. Schlechter Film mit tollem Ende ergibt irgendwie einen mittelmäßigen Film.

3. Erzähle mir ein dunkles Geheimnis: Was ist dein Guilty Pleasure? Welche Schnulze, welche Schlagerband, welches Trashgame, welcher Mockbuster ist eigentlich furchtbar grottig, aber du kommst einfach nicht davon weg?
Puh das ist sehr schwierig. Ich bin eigentlich total der Mainstream Hörer/Spieler/Gucker. Es gibt viel trash, der schon wieder kultig ist, aber richtig schlechter Trash hab ich nicht auf dem Radar. Vielleicht sollte ich mal…

4. Was ist vorzuziehen – die Zombiekalypse oder die Vampirokratie? Bei ersterer zerstören hirnlose Untote die Zivilisation, bei zweiterer unterjochen schlaue Untote die Menschheit.
Da ich heute mein I heart Zombies T-Shirt anhabe ist die Antwort klar, aber auch sonst finde ich Zombies deutlich angenehmer als Vampire. Da ich ja sowieso einer der letzten Überlebenden wäre, wüsste ich deutlich besser, wie man gegen Zombies vorgeht als gegen übermenschliche, glitzernde Untote mit spitzen Zähnen. Generell finde ich hat sich das Vampirbild in den letzten Jahren sehr weg vom Monster hin zum philosphischen, berechnenden Teilzeit-Blutsauger gewandelt. Ich bevorzuge Horden von Zombies – je mehr desto besser.

5. Hast du ein absolutes Lieblingsspiel (digital oder analog oder beides)? Wenn ja, welches? Warum?
Eigentlich habe ich zwei Lieblingsspiele: Left 4 Dead 2 und Team Fortress 2 (beides Teil 2!). Während Left 4 Dead immer gut für eine Zombieschlachterei ist, macht der Versus-Mode, in dem man selbst die Zombies spielt, unglaublich Spaß. Team Fortress 2 ist für mich eines der besten Shooter aller Zeiten, da das Spiel so wunderbar überspitzt ist und man mit den verschiedenen Klassen wirklich total unterschiedlich spielen muss. Ich muss gestehen, dass mich bei modernen Shootern nervt, wenn man quer über die riesigen Maps von irgendwelchen Super-Kiddies mit zwei Schüssen zerlegt wird. Das ist (bis auf den Sniper) bei Team Fortress so nicht möglich.

6. Was ist die beste Mahlzeit an einem eiskalten Winterabend?
Wahrscheinlich eine heiße Suppe. Mit Stückchen. Und Brot.

7. Kannst du aus dem Stehgreif dichten? (Mit der Bitte um ein paar Zeilen)
Man sollte beim dichten
das Talent mit gewichten.
Ich bin da jedoch talentfrei
und spalte lieber Köpfe entzwei.
Andererseits: Dichten kann ja jeder
und es enstammt sogar meiner Feder!
Drum beend‘ ich lieber diesen Reim
und mache Schichte und fahre nach Hause.

8. Wie ist da mit dem Social Media bei dir – Schweres Suchtverhalten, pure Ablehnung oder dazwischen? Warum?
Irgendwas dazwischen. Ich schreibe schon hin und wieder etwas bei Facebook, bin aber sonst nicht der Ober-Socializer. Twitter hab ich schon vor Jahren vergessen, G+ ist ein Friedhof und bei Facebook, naja ich nutze es fast eher als Feedreader meiner Lieblingsseiten. Für den ganzen anderen Kram (Snapchat, instagram, etc pp) fühle ich mich irgendwie zu alt. Ist sicherlich auch so ein Generationending. Die „heutige Jugend“ nutzt soziale Medien sicherlich ganz anders als wir (30er) und unsere Elterngeneration.

9. Machen Haustiere glücklich?
Vorausgesetzt man ist alleine, dann vielleicht. Ansonsten bedeuten sie viel Arbeit und und hinterlassen nach ihrem Tod viel Trauer. Allgemein schwammige Antwort: Können Freude machen – müssen aber nicht.

10. Und sonst?
Sonst habe ich gerade meinen ersten Beitrag im Nerdlexikon veröffentlicht:

Falls jemand weitere coole Nerdthemen kennt oder produzieren/produziert haben möchte, immer her damit!

Das Nerdstöckchen

Veröffentlicht: 2. März 2014 in Allgemein

Zugegeben, mein Blog ist zurzeit ziemlich verwahrlost. Das liegt zum einen an mangelnder Lust, zum anderen aber auch an mangelnder Zeit. Nichts desto trotz hat mir ein Fabian ein Nerdstöckchen an den Kopf geworfen, der mindestens 2W6+2 Schaden macht!

Das Nerd-Stöckchen
Jede darf an diesem Stöckchen teilnehmen, jeder darf es auf dem eigenen Blog posten. Ein Link hierhin zurück wäre natürlich nett. Falls jemand darüber twittern möchte, empfehle ich den Hashtag #nerdstöckchen. Das gleiche gilt natürlich fürs facebooken, googleplussen, und so weiter. Nun zum wesentlichen.

1. Siehst du dich selbst als Nerd?

Ja klaro! Aber definitiv als Nerd und nicht Hipster.

2. Was ist dein Nerd-Fachgebiet?

Puh da gibt es viele. Passionierter Gamer, Zombie-Fan, Brettspielgeek und natürlich die Star-Wars-philie

3. Was ist das nerdigste, was du jemals gemacht hast?

Mich mal ernsthaft über Zombie-Überlebensstrategien unterhalten. Max Brooks wird definitiv irgendwann zum Bestseller wenn’s soweit ist.

4. Und das unnerdigste?

Noch nie etwas in einem Comic-Buchladen gekauft zu haben!

5. „Nerd“ ist eigentlich eher ein Wort für männliche Nerds. Sollte es eine eigene Bezeichnung für weibliche Nerds geben (wenn ja,welche?) oder sollte „Nerd“ geschlechterübergreifend verwendet werden?

Ich finde es als neutralen Begriff besser. Gibt’s einen englischen, weiblichen Begriff dafür?

6. Wie bist du zum Nerd geworden?

Der erste Nerdkontakt war wohl Star Trek, intensiver wurd’s allerdings mit dem Schwarzen Auge und unzähligen LANs.

7. Ist Nerdtum eine Lebenseinstellung, eine Subkultur oder einfach nur eine Label, das niemand braucht?

Das kommt absolut darauf an, wie man Nerd definiert. Für mich ist Nerdsein Teil einer Subkultur – eine Subkultur der Popkultur. Sehr schwammig das Ganze, daher tendenziell auch gut als Lebenseinstellung geeignet.

8. Nerd ist das neue Mainstream – was für Nerd-Aspekte werden niemals Mainstream werden?

Alles, was ein wenig Einarbeitung verlangt und nicht tragbar ist. Mich kotzen nach wie vor Menschen an, die sich eine schwarze Hornbrille kaufen und dann denken sie wären voll der Nerd und zitieren dann Popkulturzitat XY falsch.

9. Dein Lieblingsnerd in der Fiktion?

Obwohl viele Nerds The Big Bang Theory nicht mögen ist Howard Wolowitz einer meiner Lieblingsnerds. Ansonsten fand ich als Kind immer Rick Morranis in Liebling ich habe die Kinder geschrumpft super cool und nerdiger geht’s kaum.^

Ansonsten darf sich an diesem Stöckchen natürlich jeder bedienen, der mag.

Der schreckliche alte Mann Hörbuch

Veröffentlicht: 21. Januar 2014 in Allgemein

Falls es der ein oder andere noch nicht mitbekommen hat, ich pflege seit neuestem meinen Youtube-Channel und stocke ihn sporadisch mit Videos auf. Da ich gerade richtig viel Spaß an Hörbüchern habe, kommen hier auch immer mal wieder eigenproduzierte hinzu. Das letzte Hörbuch aus der Reihe ist „Der schreckliche alte Mann“ von Howard Philips Lovecraft, einer Legende der phantastischen Literatur. Um euch hier zusätzlich noch einen Mehrwert zu bieten packe ich direkt darunter den gleichnamigen Kurzfilm, der die ganze (kurze) Geschichte noch ein wenig anders visualisiert. So im direkten Vergleich – was gefällt euch besser? Ein Hörbuch mit Kopfkino oder ein Film oder Kopf, dafür mit Bildern. Ich meine jetzt generell, also nicht speziell mein Hörbuch, sondern allgemein: Buch oder Film?

Der schreckliche alte Mann Hörbuch:

Der schreckliche alte Mann Kurzfilm:

Kurzfilm: Damned

Veröffentlicht: 13. Januar 2014 in Allgemein

Man sollte nicht aufhören zu träumen, dabei aber im Blick haben, ob der Traum überhaupt erfüllbar ist – so oder so ähnlich könnte man den Inhalt des Kurzfilms Damend zusammenfassen. Optisch ist der Film fürchterlich gut und knuffig gezeichnet, Protagonist ist ein Biber mit seinen Träumen vom Bau des Hoover Staudamm. Unbedingt mal reinschauen!

Hörbuch Dagon kostenlos

Veröffentlicht: 20. November 2013 in Allgemein

Vor fast 100 Jahren verfasst H.P. Lovecraft seine erste richtige Geschichte: Dagon. In Dagon beschreibt Lovecraft das Testament eines morphiumabhängigen Mannes, der meint auf einer pazifischen Insel die Fischgottheit Dagon erlebt zu haben. Obwohl die Geschichte wirklich kurz ist, schafft Lovecraft genau das, für das er später so bekannt wurde: Horror der Fantastik mit Charakteren, die wahnsinnig werden. Und diese allererste Lovecraftsche Geschichte habe ich als Hörbuch vertont und bei Youtube hochgeladen. Wenn’s gefällt/nicht gefällt würde ich mich über Feedback freuen.

Die 10 besten Horrorfilme zu Halloween

Veröffentlicht: 25. Oktober 2013 in Allgemein

Halloween nähert sich mit großen Schritten und jeder, der seine Freunde oder Familie mit Horrorfilme beschäftigen möchte hat die Qual der Wahl. Um euch die schiere Auswahl ein wenig zu erleichtern habe ich die 10 besten Horrorfilme, die man perfekt an Halloween schauen könnte, zusammengestellt. Die Liste stellt allerdings kein Ranking dar, da die Filme für sich genommen alle sehr gut sind und ich mich zudem einfach nicht entscheiden kann. Meiner Meinung nach geht es bei Horrorfilmen nicht ausschließlich um Grusel oder Blut, für mich ist eine gut gemachte Horrokomödie mindestens ebenso Halloween-würdig, wie der gruseligste Schocker. Daher vergebe ich für die Filme auch Punkte in Sachen Grusel, Spaß und Splatter.

Hier die Liste als Video.

#1 Resident Evil
Basierend auf der Videospielreihe hat’s der erste Teil wirklich in sich. Schockermomente, Zombies, eine bösartige KI, Laser und Milla Jovovich! Diese soll als Sicherheitsmitarbeiterin in einem Team herausfinden, was in einem unterirdischen Forschungskomplex, dem Hive, geschehen ist. Eigentlich ist der Hive versiegelt, das Team deaktiviert jedoch die KI und öffnet somit alle Türen und Tore und befreit damit auch die Zombies, die Hunger haben.
Gruselfaktor: 7/10
Spaßfaktor: 4/10
Splatterfaktor: 6/10

#2 REC
Rec dokumentiert den Einsatz einer Feuerwehreinheit in Barcelona. Doch anstatt Lösch- oder Rettungsarbeiten eskaliert die Situation etwas und die Bewohner des Hauses entpuppen sich teilweise als Zombies. Mit Handkamera und ohne die Chance das Gebäude zu verlassen beginnt ein Kampf auf Leben und Tod. Durch die Handkamera sind die Schockermomente wirklich grandios und nichts für seichte Gemüter.
Gruselfaktor: 8/10
Spaßfaktor: 3/10
Splatterfaktor: 6/10

#3 Zombieland
Zombieland ist zwar eine Komödie, behandelt aber wie der Name vermuten lässt Zombies. Jedenfalls lebt Columbus (Jesse Eisenberg) in den entvölkerten Zombie-USA und trifft eines Tages Tallahassee (grandios: Woody Harrelson) und macht sich gemeinsam mit ihm auf den Weg zur Küste. Wer schon immer ein wenig Angst vor Clowns hatte, Twinkies mag und den grandiosesten Cameo-Auftritt von Bill Murray sehen möchte, muss diesen Film sehen!
Gruselfaktor: 2/10
Spaßfaktor: 9/10
Splatterfaktor: 4/10

#4 Shaun of the Dead
Shaun ist ein klassischer Loser, der seine Freundin nicht glücklich machen kann und den ganzen Tag nur zockt und abhängt. Mit dem Ausbruch der Zombokalypse ändert sich das ganze jedoch ein wenig, denn plötzlich ist Shaun für seine Freundin und Eltern verantwortlich und versucht sie an den einzig sicheren Ort der Welt zu bringen: einen Pub. Shaun of the Dead trotzt nur so vor Anspielungen auf Zombie- und Horrorfilme und ist eine der besten Komödien aller Zeiten.
Gruselfaktor: 1/10
Spaßfaktor: 10/10
Splatterfaktor: 2/10

#5 Dead Snow
Eine Gruppe Studenten verbringt ihre Semesterferien in einer abgelegenen Hütte in Norwegen. Den Schatz, den sie unter der Hütte finden gehörte jedoch einst den Nazis, die infolge der Plünderung ihres Schatzes sich aus dem Schnee erheben und die Studenten angreifen. Nazi-Zombies funktionieren eigentlich immer, doch da Dead Snow da besonders sorglos mit Gewalt und den Hauptcharakteren umgeht macht Dead Snow einfach tierisch Spaß.
Gruselfaktor: 3/10
Spaßfaktor: 5/10
Splatterfaktor: 8/10

#6 Ring
Wer die Videokassette mit den bizarren Bildern sieht stirbt in den nächsten sieben Tagen. Das mag Rachel Keller jedoch nicht glauben und recherchiert in der Geschichte. Nach dem Tod mehrerer Jugendlicher sieht sie sich das Video jedoch selbst an und muss nun in 7 Tagen das Rätsel des Rings lösen. Weniger blutig, dafür umso spannender und gruseliger garantiert Ring einen spannenden Abend, der sicherlich Ängste hinterlässt.
Gruselfaktor: 8/10
Spaßfaktor: 1/10
Splatterfaktor: 2/10

# 7 Dawn of the Dead
Dawn of the Dead oder auch Zombies im Kaufhaus ist sowohl als Original, als auch als Remake super für einen Horrorabend geeignet. Egal welche Version, immer ist die Welt von Zombies überrannt worden und behandelt die Geschichte der Überlebenden, die sich unter anderem in einer Shopping-Mall verschanzen.
Gruselfaktor: 6/10
Spaßfaktor: 6/10
Splatterfaktor: 7/10

#8 Cabin in the Woods
Cabin in the Woods ist eine Art Meta-Horrorfilm und eine Hommage an selbige. Was als üblicher „Jugendliche allein Wald“ beginnt, entpuppt sich schnell als Horror-Versuchsanlage einer Organisation. Die grandiose Horror-Truman-Show macht nicht nur Spaß, sie bleibt auch spannend und gruselig. Und jede beliebte Horrorvariante findet seine Erwähnung.
Gruselfaktor: 5/10
Spaßfaktor: 7/10
Splatterfaktor: 7/10

#9 Army of Darkness
Army of Darkness ist eine mittelalterliche Horrorkomödie mit Bruce Campbell. Als dritter Teil der Tanz der Teufel Trilogie ist Army of Darkness wesentlich lustiger als die Vorgänger. Jedenfalls muss Ash (Bruce Campbell) in einer mittelalterlichen Ritterwelt das Böse besiegen, das aus dem Necronomicon (Lovecraft lässt grüßen!) entwichen ist, und mittels eines Zauberspruchs bannen, was allerdings scheitert. Die Armee der Finsternis will das Necronomicon haben.
Gruselfaktor: 2/10
Spaßfaktor: 8/10
Splatterfaktor: 5/10

#10 From Dusk till Dawn
From dusk till Dawn ist ein Road-Splatter-Movie von Tarantino mit George Clooney. Auf der Flucht nehmen Seth Gecko und sein Bruder Richard eine Familie als Geisel und wollen sich nach Mexiko absetzen. Zuvor müssen sie jedoch die Nacht im Titty-Twister, einem Stripshuppen, verbringen. Dort wird jedoch nicht nur getanzt und getrunken, sondern auch gesaugt – das Titty-Twister ist eine Vampirbar, deren Chefin Salma Hayek ist.
Gruselfaktor: 3/10
Spaßfaktor: 6/10
Splatterfaktor: 8/10

Und hier das ganze noch als Video nach stundenlanger Arbeit.

Seit einigen Tagen läuft die 4. Staffel von The Walking Dead in den USA angelaufen. Warum also nicht mal einen Blick auf die Charaktere werfen und mutmaßen, wer überlebt?
Ohne die Comics zu beachten habe ich mir alle wichtigen Haupt- und Nebencharaktere abgegeben und eine Prognose abgegeben. Wie immer ohne Gewähr.

Honest Trailer: World War Z

Veröffentlicht: 19. September 2013 in Allgemein

Ich hatte ja vor einigen Wochen über meine maßlose Enttäuschung über World War Z berichtet. Die Screen Junkies haben es endlich geschafft, einen honest trailer über World War Z zu produzieren. Dieser fast auf wunderbare Art und Weise mein ganzes Review in knapp dreieinhalb Minuten zusammen. Wer den Film gesehen und sich geärgert hat, wird sich köstlich amüsieren, wer nicht möge unbedingt das Buch lesen und den Film vergessen.

Die Ritter der Kokosnuss modernized

Veröffentlicht: 11. September 2013 in Allgemein

Monty Python and the Holy Grail, gemeinhin bekannt als Die Ritter der Kokosnuss ist nicht nur einer der besten Komödien aller Zeiten, es wimmelt nur gerade so vor witzigen Zitaten und Szenen. Umso überraschter war ich, als ich diesen Trailer für Die Ritter der Kokosnuss in der Version, wie er heute zu sehen wäre, angeschaut habe. Von Humor keine Spur, Satire – nope. Ein knallharter Ritterfilm über Revolution, Kampf und Krieg – quasi genauso wie der echte Film. Nur etwas ernster. Viel ernster. I like!

World War Z Review

Veröffentlicht: 9. Juli 2013 in Allgemein

World War ZMax Brooks lieferte einst die literarische Vorlage für Brad Pitt’s World War Z. So genial nüchtern das Buch, desto pathetischer der Film.
World War Z (Operation Zombie in der deutschen Übersetzung) zeichnet sich als Buch dadurch aus, dass es eine Zombokalypse nüchtern, sachlich und mit vielen religiösen, sozialen und emotionalen Implikationen beschreibt. Mit anderen Worten: Es gibt nicht DIE Story, der das Buch folgt. Es geht um eine Zombokalypse und wie einzelne Gruppen oder Einzelpersonen in verschiedenen Ländern damit umgehen. Und genau diese Nüchternheit macht das Buch so unglaublich lesenswert.
Word War Z zeichnet sich als Film dadurch aus, dass es Brad Pitt folgt. Wie es sich gehört ist Brad Pitt UN-Mitarbeiter in Ruhestand, der lieber Zeit mit der Familie verbringt, als sich um globale Krisen zu kümmern. Entsprechend steht auch seine Familie im Vordergrund, denn sie ist es, die ihn antreibt. World War Z lässt dabei leider kaum ein Zombie-Klischee aus und schlägt zusätzlich mit der nackten Faust ins Gesicht des Genres. Im Gegensatz zu sonst üblichen hungrigen Zombies, handelt es sich bei World War Z um Naschzombies. Statt genüßlich die Opfer zu verspeisen wird nur kurz angeknabbert und dann weiter gejagt. Leider haben die Zombies auch optisch nichts mit den genial aussenden Untoten aus The Walking Dead gemein – blasses Gesicht, starre Augen, aber von Blut oder Verwesung keine Spur. Nicht, dass jetzt das Gefühl aufkommt, World War Z wäre ein schrecklicher Film – als Brad Pitt Actionfilm mit Zombies ist er durchaus zu gebrauchen. Aber nach der Buchvorlage, die zugegebenermaßen nicht unbedingt filmgeeignet ist, und einer wesentlich tiefer gehenden Zombieserie wie The Walking Dead kratzt World War Z nur ein wenig an der Oberfläche.
*Spoiler*
Ursprünglich war ja auch ein ganz anderes Ende geplant: Im Winter frieren die Zombies ein und Brad Pitt macht sich aus Moskau, wo er notlanden musste, auf den Heimweg zu seiner Familie. Stattdessen hat Brad Pitt die Welt gerettet, indem er alle Menschen mit Krankheiten infiziert, was sie für die Zombies uninteressant macht. Aber mal ehrlich: Seit wann interessieren sich Zombies für die Reinheit der Nahrung? Da sie selbst nicht krank werden können dürfte ihnen auch egal, ob das Futter krank ist und woher bitte sollen sie das erkennen? Meiner Meinung nach ein reichlich absurdes Ende, das einfach nicht ins Zombiegenre passen will.
*Spoiler Ende*
Insgesamt ist World War Z nettes Popcorn-Kino, welchem es aber an Tiefe und einer Spannungskurve fehlt. Im Endeffekt begleitet man Brad Pitt lediglich dabei, wie er von Ort zu Ort reist und ein paar Zombies erledigt. Mit der Romanvorlage hat der Film so viel gemein wie guter Geschmack mit socken in Sandalen. Als reines Actionspektakel amüsiert der Film zwar, überzeugt den Genrefan oder Romanleser aber so gut wie gar nicht.

Insgesamt: 7/10 Pepsiautomaten